NIEDERNBERG, LKR. MILTENBERG. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat jetzt einen 22-Jährigen aus dem Landkreis Aschaffenburg ermittelt, der im dringenden Verdacht steht, seit vergangenem Herbst mehrfach als Exhibitionist aufgetreten zu sein.
Eine Zeugin, die sich nach einer Presseveröffentlichung gemeldet hatte, hatte den Fahndern den entscheidenden Hinweis gegeben. Gegen den Mann, der die Taten bislang bestreitet, wird jetzt Anzeige
erstattet.
Letztmals war der damals noch unbekannte Täter am 7. März am Badesee „Honischbeach“ bei Niedernberg aufgetreten. Der Mann hatte sich ausgezogen, als sich ihm eine Frau genähert hatte und war
nackt vor der Fußgängerin hergelaufen. Wie sich dann herausstellte, war der gleiche Täter bereits wenige Tage zuvor an der selben Örtlichkeit schon einmal der Frau gegenübergetreten. Ein Zeuge
hatte beobachtet, wie der Täter mit einem weißen Pkw mit AB-Kennzeichen weggefahren war.
Wie immer in solchen Fällen, wurde die Öffentlichkeit durch eine Öffentlichkeitsfahndung um Zeugenhinweise gebeten. Dies brachte schließlich den entscheidenden Hinweis. Eine Frau aus dem
Landkreis Aschaffenburg hatte sich bei der Kriminalpolizei gemeldet, nachdem sie den Bericht über das Auftreten des Exhibitionisten in einer Zeitung gelesen hatte.
Daraufhin hatte der Sachbearbeiter der Kripo Aschaffenburg gezielte Ermittlungen gegen den 22-Jährigen eingeleitet. Mittlerweile steht der junge Mann im dringenden Verdacht, sich im September und
Oktober des vergangenen Jahres sowie im März diesen Jahres vor mehreren Schülerinnen und vor zwei Reiterinnen entblößt und an seinem Geschlechtsteil manipuliert zu haben. Auch ein weiterer Fall
geht möglicherweise auf das Konto des 22-Jährigen. Im September 2007 war ein Exhibitionist auf einer Brücke über die Bundesstraße 469 an der Ausfahrt Niedernberg aufgetreten und hatte sich einem
vorbeifahrenden Autofahrer in eindeutiger Pose gezeigt.
Der Tatverdächtige wurde bei Wahllichtbildvorlagen zwischenzeitlich eindeutig als Täter identifiziert. Trotzdem bestreitet er den ihm zur Last gelegten Sachverhalt weiterhin.