MÜNCHEN/ROSENHEIM: In Zusammenarbeit mit den Berliner Strafverfolgungsbehörden gelang dem Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) und der Kripo Rosenheim ein bedeutender Schlag gegen regional und
überregional agierende Rauschgifthändler. 15 kg Cannabis, 3000 Cannabispflanzen, 500 g Amphetamin und so genannten Drogengeld in Höhe von 8000 Euro wurden hierbei beschlagnahmt.
Am 10.04.2008 wurde in München der letzte von insgesamt 24 Haftbefehlen vollzogen. Ermittlungen zufolge hatten die Täter seit dem Jahr 2000 in den Regionen München und Rosenheim regen Handel mit
illegalen Drogen im „großen Stil“ betrieben und dürften hierbei mindestens 500 kg Cannabis umgesetzt haben.
Ausgangssituation für die umfangreichen und aufwändigen Ermittlungen war die Festnahme eines 26-jährigen Deutsch-Amerikaners aus Kolbermoor (Landkreis Rosenheim) im Sommer 2007 durch die Fahnder
der Rosenheimer Kripo. Mit seinem umfassenden Geständnis brachte er die Ermittler auf die Spur von zum Teil amtsbekannten Rauschgifthändlern.
Eine Spur, deren Verfolgung zu 60 weiteren Verfahren führte. Die Kripo Rosenheim richtete für die Abarbeitung und Bewältigung des gesamten Spurenkomplexes eine spezielle Ermittlungsgruppe ein. Nur
so gelang es den Rosenheimern schließlich nach und nach den eigentlichen Drahtziehern der illegalen Geschäfte auf die Spur zu kommen und vorerst das Handwerk zu legen. Insgesamt wurden bis heute
gegen 23 Männer im Alter zwischen 19 und 42 Jahren und eine 23-jährige Frau Haftbefehle erwirkt. 18 der so genannten Zwischenhändler stammen aus der Stadt und dem Landkreis Rosenheim, zwei aus dem
benachbarten Österreich. Die Ermittlungen gegen diese Gruppierung und deren Abnehmer wurden von der Kripo Rosenheim geführt.
Die Ermittlungen gegen die vier Haupttäter und Lieferanten des gesamten Rauschgifts wurden von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Bayer. Landes-kriminalamtes/Zollfahndungsamtes
in München übernommen. Die drei amtsbekannten Dealer, im Alter zwischen 24 und 36 Jahren wohnen in München, deren 42jähriger Rauschgift-Lieferant in Berlin. Gegen alle vier Täter wurden Haftbefehle
erwirkt. Bei einem der Münchner Dealer konnten ca. 500 g Amphetamin und 8000 Euro Drogengeld und bei dem Berliner Hintermann ca. 14 kg Marihuana und 3000 Cannabispflanzen als Beweismittel
sichergestellt werden. Nachdem die Ermittlungen nun schon seit ca. 10 Monaten andauern, wurden inzwischen einige der Drogenhändler aus Stadt und Landkreis Rosenheim zu mehrjährigen Haftstrafen
verurteilt - einer davon, ein uneinsichtiger Wiederholungstäter, zu einer Gesamthaftstrafe von 5 Jahren und 3 Monaten.
Im Zusammenhang mit diesem Erfolg wird wieder eindringlich auf die Gefährlichkeit von Cannabisprodukten wie Marihuana und Haschisch hingewiesen. Insbesondere Marihuana hat sich nach Expertenmeinung
in den letzten Jahren mit seinem Gefährdungspotential zu einer gefährlichen Droge entwickelt.
von Ghostwriter
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